Cape Breton Island

2. Oktober 2019 1 Von Lea Blättler

Wir fahren über die Brücke nach Cape Breton und schauen uns erst mal die Westküste an. Wir testen zum ersten Mal die niederen Gänge und schicken Hubert auf eine Piste, die sich im Nachhinein als geschlossen rausstellt. Kleine Wanderwege im Wald laden zu einem Spaziergang ein. Leider sehen wir nur wenig Vögel dafür um so mehr Hörnchen. Für die Schlafplatzsuche sind wir froh ein kompaktes Geländefahrzeug zu haben, so erreichen wir auch diese unbewohnte Halbinsel.

Der berühmte Cabot-Trail ist um die Jahreszeit leider etwas überlaufen. Trotzdem finden wir überall um den National Park rum schöne Stellplätze, wir sind einfach nicht so oft alleine. Auf kleinen nicht so überlaufenen Wanderung- und Spazierwegen, lernen wir viel über die Flora und Fauna des Parks. Wir sehen Orchideen und Fleischfressende Pflanzen, treffen viele Touristen auf erfolgloser Elch Suche, während wir in den ersten 2 Tagen schon 5 (Simon 6) Begegnungen mit Elchen haben. Ein junges Weibchen verirrt sich sogar direkt vor uns auf den Wanderweg. Ein Bulle trinkt gemütlich im See während wir auf dem Steg die Sonne geniessen, fast hätten wir ihn verschlafen, haben wir uns doch grade ausgestreckt und die Augen geschlossen. 1 Männchen sehen wir schon von der Strasse aus und können beobachten, wie er durch einen ganzen See schwimmt um zum Weibchen auf der anderen Seite zu kommen. Strumpfbandnattern zeigen sich uns sehr häufig in verschieden Farben und manche können wir lange fotografieren und filmen. So wie der meiste Teil vom besiedelten Kanada ist auch dieser Teil sehr bewaldet und es ist manchmal schwierig Wildtiere zu entdecken selbst wenn man sie hört.

Kleine Abstecher über 200km Schotterpiste zu den Stauseen im Insel-Inneren geben uns ein bisschen Ruhe vor den Touristen aber das Wetter spielt nicht so richtig mit. Die Bucht, in der Carbot einst mit seinem Sohn gelandet ist, ist eher unspektakulär aber wir waren da 😉. Wir sammeln wilde Erdbeeren, die so schnell aufgefuttert sind, dass sie nicht aufs Foto kommen

Im Osten der Insel finden wir einen kleinen Badesee mit vielen Vögeln drum herum. Wir übernachten in der Nähe und fahren am Morgen nochmal dorthin. Östlich von Sydney (die Einheimischen behaupten, dass der ein oder andere Tourist schon ausversehen hier hin, statt nach Australien geflogen ist) finden wir Strände mit verschiedensten Limikolen und Möwen. Einen Sandpiper kann ich einfangen, da er einen gebrochenen Flügel hat. Wir überlegen, ob wir ihn erlösen, der Natur ihren Lauf lassen oder versuchen sollen ihn zu retten. Da wir nicht wissen um welche Art mit welchem Gefährdungsstatus es sich handelt, versuchen wir letzteres. Eine Einheimische organisiert uns die Möglichkeit den keinen Vogel in eine Tierarztpraxis nach Sydney zu bringen. Hier wird er am nächsten Morgen von einer Auffangstation abgeholt. Leider hat er trotz ärztlicher Bemühungen nicht überlebt, wie mir die Auffangstation per Mail mitteilt. Um welche Art es sich handelt wissen wir leider immer noch nicht.

2 ruhige Nächte später nehmen wir die Fähre nach Neufundland…